Stories
Die Ärzte, Blowfly @ Arena, Nürnberg - 09.07.2008
So, Mittwoch den 9. Juli war es soweit, ich durfte mal wieder ein Ärzte Konzert besuchen. Diesmal ging es in die Nürnberger Arena die schon Wochen vorher komplett ausverkauft war. Die Support-Band Blowfly war mir gänzlich unbekannt, dementsprechend gespannt war ich auch deren Auftritt…
Gegen 19.45 ging legte die Vorgruppe dann los. Nun was soll ich sagen. Es war speziell. Eine Art “funky Tanzmusik”, inklusive sehr leicht bekleideter Background-Sängerin/Tänzerin. Dem Stimmungsfaktor hat dies keinen Abbruch getan und so schwofte sich das Puplikum langsam ein. Nach knappen 45 Minuten war Schluss mit Blowfly und es folgte ein 30minütige Umbaupause.
Die Bühne wurde mit einem wirklich sehr sehr großen schwarzen Vorhang mit der Aufschrift “ACHTUNG JAZZ”, vor allzu neugierigen Blicken geschützt. Je mehr Zeit verging umso lauter wurden die “wir wollen die Ärzte sehen…”-Fangesänge. Bis es schließlich Punkt 21 Uhr endlich los ging. Als die ersten Gitarrenklänge ertönten war das Publikum kaum mehr zu halten. Und als dann auch endlich der Vorhang zu Boden viel und den Blick auf die drei jungen Herren aus Berlin freigab gab es kein halten mehr. Es wurde geschrien und gekreischt, das ich kurz überlegen musste ob ich wirklich auf einem Ärzte Konzert oder bei Tokio Hotel bin. Nun gut, nach dem ersten Lied folgte die erste Ansage. Da das berühmte Abschiedskonzert vor der damaligen Auflösung von Die Ärzte in Westerland auf Sylt auf den Tag genau zwanzig Jahre zurück lag, wurde von Farin “gedroht” zur Feier des Tages die vier Stunden Spieldauer von Sylt am heutigen Abend um einiges zu übersteigern (inklusive der Konzert-Einlasszeiten :)).
Gespielt wurde eine gute Mischung aus Alt und Neu. Von Songs des neuen “Jazz ist anders” Albums bis zu altbekannten Klassikern wie “Zu spät”, “Hurra”, “Westerland”, “Schundersong” und dem “1/2 Lovesong”. Auch der optische Aspekt lies nichts zu wünschen übrig. Bela in einer Art individueller Militärstyle. Rod im schicken Anzug und Farin in, Überraschnung, schwarzer Hose und schwarzem Tshirt. Die Lichtshow im Hintergrund tat ihr übriges. Nichts superspektakuläres, aber wir sind hier ja auch nicht bei Rammstein.
Zwischen den Songs gab es natürlich die Ärzte-typischen Ansagen, die sich in Nürnberg vor allem um “Mister*Lady(s)” und die fränkischen Schreibwiese von “haitec” drehten. Auch das Puplikum wurde zur Arbeit genötigt und so gab es beim Lied “Deine Freundin” einen, ich nenne es mal Freestyle, von abwechselnd Jungs und Mädels, der in etwa so ging: Farin-“plegeleicht”; Publikum: “klingelingeling - Hallo? - Hier ist Mutti!”.
Bei “Junge” gab es dann einen Pogo wie aus dem Punkrock-Lehrbuch. Ob man wollte oder nicht, jeder der in der vorderen Hälfte des Halle stand musste mitmachen oder zumindest versuchen nicht umzufallen. Bei der Zugabe “Unrockbar” wurde es dann noch einmal ruhig. Das Publikum folgte nämlich Farins Aufforderung zum hinsetzen und wartete geduldig bis zum Refrain um dann umso heftige hochzuspringen und nochmal die allerletzten Energiereserven loszuwerden. Um 23.45 Uhr, also nach fast 3 Stunden waren dann auch die Energiereserven der Ärzte verbraucht und es war Schluss. Alles in allem bleibt nicht viel zu sagen, außer: schön wars! Wer schon einmal bei einem Ärzte Konzert war, weiß was ich meine, und wer nicht, sollte dies schleunigst nachholen. Natürlich es war nicht DAS ultimative allertollste Konzert von den Berlinern. Aber wer will das schon?! Da könnte man ja danach gleich aufhören. Und das muss nun wirklich nicht sein. Eine Frage bleibt zum Schluss noch offen: Wird Rod neuerdings vom Nordic-Walking-Verband gesponsert? Oder woher kommt seine plötzliche, besonders ausgeprägte Affinität zum Nordic-Walking-Sport? Wer die Antwort kennt, verrät sie mir bitte. Danke. Bis zum nächsten Mal.
SETLIST:
- Himmelblau
- Lied vom Scheitern
- Hurra
- Angeber
- Geh mit mir
- Ich bin ein Mann
- Vokuhila
- Deine Schuld
- Anti-Zombie
- Geisterhaus
- 1/2 Lovesong
- Radio brennt
- Schweden
- Lasse reden
- Der Graf
- Nichts in der Welt
- Alleine in der Nacht
- Funky Version von “Deine Freundin (wäre mit zu anstrengend)”
- Studentin
- Westerland
- Nichts egaler
- Wie es geht
- Rebell
1. ZUGABE
- RocknRoll
- Perfekt sein
- Junge
2. ZUGABE
- Schundersong
- Ist das alles?
- Unrockbar
- Manchmal haben Frauen
- Wir sind die Besten
- Schrei nach Liebe
- Zu spät
- Abschiedslied “Niemand weiß wies weiter geht”
von Steffi Ring | 05.08.2008 | Kommentare (0) | Kommentar schreiben
* Felder, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, bitte in jedem Fall ausfüllen.
Deine email Adresse wird zwar gespeichert, aber auf dieser Seite nicht angezeigt.
HTML-Tags sind nicht erlaubt und werden entsprechend umgewandelt.
Vainstream Rockfest 2008
CD der Woche
Aktuelle Reviews
Iced Earth
I Walk Among You
Kommentare (0)
Farin Urlaub Racing Team
Die Wahrheit übers Lügen
Kommentare (0)
Straight Corner
Gewehr Bei Fuß
Kommentare (0)
Burst
Lazarus Bird
Kommentare (1)
Resistance
Two Sides Of A Modern World
Kommentare (0)







