Interviews
Terror

Im Gegensatz zu den anderen bekannten Bands heute Abend kann man euch ja eher als „jung“ bezeichnen. Erzähl mir, wie bei euch alles begann.
Wahrscheinlich, wie bei den meisten Bands. Da gibt es ein paar Leute, die Bock haben, zusammen Musik zu machen. Alle von uns spielten vorher schon in anderen Bands. So haben wir uns auch kennen gelernt. Wir haben mit unseren Bands das eine oder andere Konzert zusammen gespielt. Und dann hörte man mal, der oder der ist nicht mehr in der Band oder die Band gibt’s nicht mehr. Und irgendwie sind wir dann wieder in Kontakt gekommen und haben uns zusammen getan.
Waren diese Bands schon bekannt in Amerika?
Ja, es waren alle keine großen Bands wie es jetzt Terror ist, aber die Bands machten schon so kleine Touren durch die kleineren Clubs, so dass man uns schon kannte. Das machte es natürlich leichter.
Jetzt seid ihr hier und steht mit einer DER HardCore Bands auf der Bühne. Was bedeutet das für euch?
Das ist toll! Ich glaube, dass Madball eine der größten Einflüsse auf die Musik von Terror gehabt hat. Wir waren schon ein paar Mal in Amerika mit ihnen auf Tour. Dabei hat sich eine richtige Freundschaft entwickelt. Auf dieser Tour teilen wir sogar einen Bus. Es sind wirklich tolle Leute und eine großartige Band.
Mit wem habt ihr bisher noch keine Tour gemacht, würdet es aber gerne?
Ich würde gerne mal mit Slayer auf der Bühne stehen.
Das ist aber nicht wirklich HardCore!
Naja, genau wie auf der Sounds of the Underground Tour.
Stimmt. Hast du den Eindruck, dass die verschiedenen Musikrichtungen auf einem Konzert problematisch sind?
Das glaube ich überhaupt nicht. Für uns ist es eine Möglichkeit für andere neue Leute zu spielen und ihnen unsere Musik zu präsentieren. Das ist immerhin schon unsere siebte Europatour…
In vier Jahren?
Ja, … und bisher waren wir immer nur mit HardCore Bands unterwegs. Also ist es mal Zeit für uns, neue Fans zu gewinnen.
Wie oft seid ihr denn schon in Deutschland gewesen?
Jedesmal, wenn wir in Europa waren, haben wir auch ein paar Shows in Deutschland gespielt. Das erste Mal war 2003. Und wir haben auch schon mit Agnostic Front hier gespielt.
Wie unterscheiden sich die Fans zu den amerikanischen Fans?
Großartig. Aber eigentlich sind unsere Fans überall toll. Aber ich finde, die Leute sind hier cooler. Ich glaube, dass liegt daran, dass die Leute hier mehr trinken (lacht). Nein, ich glaube einfach, dass die Leute hier die Musik mehr zu schätzen wissen als in Amerika. Vielleicht liegt das daran, dass die Bands nicht ganz so viel touren wie in Amerika.
Was bedeutet für dich New York HardCore?
New York HardCore? Ich weiß nicht, pure Energie! Einfach das Beste. Schwierig zu beschreiben…
Wie empfindet ihr die Entwicklung im HardCore? Oder besser gesagt in diesem „Core“-Ding.
Ach, da gibt es jetzt so viele verschieden Dinge. Die haben aber alle nichts mit dem „Core“ an sich zu tun. Die Bands sagen von sich selbst, sie machten MetalCore, aber eigentlich machen sie nur Metal. Was bedeutet denn eigentlich „Core“? Nur weil sie vielleicht Doublebass spielen? Aber keine dieser Bands hat was von HardCore. Deswegen sollten sie sich nicht so nennen.
Freddy von Madball hat euch schon auf dem Album unterstützt. Gibt es eine gemeinsame Performance heute Abend?
Oh, ich weiß nicht, vielleicht. Bisher haben wir das noch nicht gemacht. Eine prima Idee eigentlich . Aber wir haben ja leider nicht so viel Zeit. Deswegen spielen wir unsere bekannten Songs, die hoffentlich viele hier kennen.
Website: www.terrorhc.com
von Alexandra von Schiefner | 29.06.2006 | Kommentare (0) | Kommentar schreiben
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